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Biertest: Rubenow und Karzer

Wir sind ja eigentlich im Urlaub und nicht erreichbar und fern ab von jedwedem Etablissement, doch in der vergangenen Woche konnten wir einen kleinen Biertest durchziehen – und zwar mit dem Jubiläumsbier der Universität Greifswald zur 550 Jahre Feier.

Es galt also die Biere Rubenow und Karzer zu testen. Die Farbe war bei beiden ursprünglich hellen Bieren angenehm dunkel. Der Geschmack war würzig und erfrischend, kaum herb oder durch irgendwelche Zusätze verspielt. Beim Karzer sprach eine leichte Note von Hopfen für sich. Jedes dieser Biere lies sich ohne Probleme leeren, so dass man am liebsten noch ein weiteres bestellt hätte. Doch wir hatten nur jeweils eines der Biere gekauft. Der Preis für das im Universitätsladen verkaufte Gebräu ist jedoch aufgrund des Hausverkaufes ein wenig teurer. Pro Flasche muss man mit ungefähr 1,50 Euro exklusive Pfandgeld rechnen, aber zu einem Jubiläum wie diesem kann man sich es gerne gönnen.

Hergestellt wurden diese zwei Jubiläumsbiere vom Vielanker Brauhaus, einer kleinen Brauerei in Ostdeutschland. Und dafür, dass eines dieser Biere in naher Zukunft in Serienproduktion gehen soll, lohnt es sich ungemein, eine der ersten Flaschen als Andenken aufzuheben! Der positive Eindruck dieser neuen Produktionen, welche vielleicht auch nur aus den ursprünglichen Hausmarken der Brauerei stammen könnten, vollzieht sich in der entsprechenden Bewertung.

Unsere Bewertung
(8 von 10)

Mojito Special

Diese zwei Cocktails als Variante des Mojitos sind eine willkommene Abwechslung vom handelsüblichen Erzeugnis einer jeden Cocktail-Bar. Lasst es euch schmecken! Entsprechend kann man mit anderen süßen Früchten auch eine leckere Kombination kredenzen, aber für den Anfang reichen diese hier vollkommen aus! Die Fotos dazu kommen in der nächsten Woche, sobald wir zu Hause sind. Mit dem Modem lässt es sich so schlecht hochladen…

Raspberry Mojito

  • 6cl Havana Club 3 Anos
  • 1 Limette
  • 5-6 frische Himbeeren (oder die aus dem Glas)
  • 2TL weisser Zucker
  • frische Minze
  • Mineralwasser / Sodawasser

Pineapple Mojito

  • 6cl Havana Club 3 Anos
  • 1 Limette
  • 1 Ring einer frischen Ananas
  • 2TL weisser Zucker
  • frische Minze
  • Mineralwasser / Sodawasser

Die Limette wird geachtelt und zusammen mit dem Zucker und ca. 6 großen Minzeblättern in ein Longdrinkglas oder Caipirinhaglas gegeben. Hinzu kommen dann entweder die frischen Himbeeren oder die in kleine Stücke geschnittenen Ananas. Wie bei dem klassischen Mojito wird diese Mischung mit dem Stößel bearbeitet. Danach wird das Glas mit Eiswürfeln oder Crushed Ice befüllt, bevor der gute Rum in das Glas gegeben und mit kühlem Mineralwasser aufgefüllt wird.

Falls noch vom Schneiden der Ananas ein wenig Saft auf dem Brett übrig geblieben ist, sollte dieser noch in das Glas gegeben werden – ebenso natürlich zwei Löffel vom Himbeersaft aus dem Glas, falls man keine frischen Himbeeren zur Hand hatte.

Im Unterschied zum Klassiker gibt es hier natürlich einen kleinen bewußt gestalteten Punkteabzug. Variationen sind nicht jedermanns Sache, und darauf sollte man Rücksicht nehmen
Unsere Bewertung
(8 von 10)

Sommerpause

Zur Zeit herrscht ein klein wenig Ruhe bei uns im Lounge Mix. Wir sind einfach ein wenig ausgeflogen und sind im Urlaub. Dennoch werden wir trotz einer langsamen Modem-Verbindung versuchen, spätestens morgen früh ein wenig mehr Inhalt zu bieten. Vorraussichtlich werden wir das Rezept für einen Ananas-Mojito und Raspberry-Mojito vorstellen, also bitten wir um ein wenig Geduld! Den regulären Betrieb werden wir mit aller Wahrscheinlichkeit in 1 Woche wieder aufnehmen, um danach im September exklusiv in Spanien zahlreiche Tropfen der Weinverkostung unterziehen zu können. 😉

Mojito

Die heißen Tage nehmen noch nicht ab, und deswegen vergönnten wir uns in der letzten Woche einen Mojito. Erfunden wurde der Cocktail in den ersten Dekaden des letzten Jahrhunderts natürlich auf Kuba, und deswegen nehmen wir statt handelsüblichem Rum auch den guten alten immer wieder bewährten Havana Club.

Mojito

  • 6cl Havana Club 3 Anos
  • 1 Limette
  • 2TL weisser Zucker
  • frische Minze
  • Mineralwasser / Sodawasser

Die Limette wird geachtelt und zusammen mit dem Zucker und ca. 8 großen Minzeblättern in ein Longdrinkglas oder Caipirinhaglas gegeben. Mit dem Stößel wird das ganze dann fröhlich zerquetscht, danach wird das Glas mit Eiswürfeln oder Crushed Ice befüllt.

Zu guter Letzt wird der Havana Club in das Glas gegeben, mit kühlem Mineralwasser aufgefüllt und eventuell mit einem kleinen Minzezweig garniert. Dieser Cocktail ist bei weitem mein persönlicher Lieblingscocktail – mehr Erfrischung geht nicht!

Unsere Bewertung
(10 von 10)

Spicy Aropp

Manchmal vergessen wir auch, unsere Rezepte nach einem kleinen Genuss endlich wieder online zu stellen. Entschuldigung, das tut uns leid! Wir versprechen Besserung, aber das Wetter ist einfach zu schön gewesen. Oben drein kommt auch noch ein kleiner Urlaub, den man sich genehmigen darf. Aber für alle Leser haben wir hier ein etwas gewagtes Experiment – ein würziger Cocktail mit tropischen Aromen und einer Spur Anis. Und weil uns kein toller Name eingefallen ist, nannten wir es kurzerhand „Spicy Aropp“ – die Zutaten gaben auch ein wenig Inspiration…

Spicy Aropp

  • 4cl Rum (weisser)
  • 2cl Pernod
  • 2cl Passoa Spicy Mango
  • 4cl Ananassaft
  • 4cl Orangensaft

Sämtliche Zutaten werden im Cocktail Shaker auf Crushed Ice ordentlich durchgeschüttelt. Man muss eigentlich nicht mehr viel machen, als ein Caipirinha Glas mit noch mehr Crushed Ice zu befüllen und darauf den Inhalt des Shakers zu drappieren.

Viel Freude dabei, und richtig kühlend wirkt der Cocktail auch nach der längeren heißen Tageszeit. Wir bewerten den Cocktail aufgrund dieses extravaganten Geschmackserlebnis ein wenig schlechter, was aber nicht heißen soll, dass er nicht schmeckt. 😉

Unsere Bewertung
(6 von 10)

Finimondo Refosco-Merlot

Und wieder habe ich einen Italiener im Test. Hierbei handelt es sich, wie der Titel schon sagt, um einen Merlot aus dem Weinanbaugebiet Friuli-Venezia Giulia im äußersten Nordosten Italiens, Jahrgang 2003.

Durch die Nähe zu Slowenien erwartete ich eigentlich einen vollmundigen Balkan-Schädelspalter, in dem man vor dem trinken lieber eine Aspirin auflöst. Doch schon der Geruchstest vor dem ersten Schluck haut einen wider erwarten nicht um, sondern man muss schon zweimal schnüffeln um den leicht säuerlicher Rotweingeruch wahrzunehemen. Genauso präsentiert er sich dann auch auf der Zunge: Ein runder, fruchtiger Geschmack mit ein wenig Säure im Nachgang. Man kann ihn zwar ohne weiteres so trinken, aber nach mehr als zwei Gläsern ohne möchte man wegen der Säure schon gerne etwas knabbern. Eher für echte Liebhaber trockener Weine geeignet.

Das Flaschenetikett verzichtet vollständig auf Tips zu Serviertemperatur oder zu empfehlende Nahrungsmittelkombinationen. Anscheinend erwartet man, dass der Käufer bereits so viel von Wein versteht um zu wissen, was er sich denn jetzt dazu zwischen die Kiemen schieben soll. Ich persönlich habe ihn zu weißem Fleisch genossen und empfehle Nachahmung. Da der Wein insgesamt sehr leicht ist, ist er auch zu Vorspeisen gut zu genießen.

Oke sagt: Immer eine gute Wahl. Preis/Leistung Top!

Jahrgang: 2003
Alkoholgehalt: 13 %
Bezugsquelle: famila
Preis: 1,99 € (vorher 4,99 € !!!)

Unsere Bewertung
(7 von 10)

Mai Tai

Einige von uns glauben ja, dass wir uns mit allem auskennen. Ich selbst bezweifel es ja noch ein wenig, doch mit Cocktails haben wir mittlerweile ein feines Gespühr entwickelt. Einer der schwierigen Kandidaten in der Frage nach dem „perfekten Cocktail“ ist sicherlich der Mai Tai. Es gibt zahlreiche Rezepte zu diesem Cocktail, und oft wird mit Saft auch nachgepanscht. Doch hier kommt der Mai Tai, bei dem man nichts von dem spürt, was drinnen steckt.

Mai Tai

  • 6cl Rum (weisser)
  • 2cl Rum (dunkler, mind 54% Vol.)
  • 1cl Triple Sec
  • 2,5cl Mandelsirup
  • 2,5cl Zuckersirup / Barsirup
  • Saft 1/2 Limette

Zuerst wird wie fast immer ein Glas mit Crushed Ice bis zum Rand gefüllt, während ebenfalls der Cocktail Shaker einige gute Kellen des Eises abbekommen darf. Der Saft einer halben Limette wird nebst des weißen Rums, Triple Sec und der beiden Sirups in den Shaker gegeben. Danach kommt ein fleissiges Schütteln, und der erste Teil des Cocktails ist überstanden.

Also wird das Gebräu in das Glas gegeben und ein wenig durch einen kleinen Spieß mit einer Cocktailkirsche und einer Limettenscheibe verziert. Nun kommt aber das Wichtigste: Die eine halbe Limettenschale wird mit dem braunen Rum gefüllt und vorsichtig in das Glas gegeben – und dann wird der Rum angezündet. Für die Optik kommt es im dunklen allemal gut, dieses kleine Feuerwerk zu betrachten. Zum endgültigen Genuß kommt man, in dem man die Limette mit dem Trinkhalm tief in das Glas drückt. Leckerstens!

Unsere Bewertung
(10 von 10)

Cuba Libre

Der Cuba Libre ist ein traditionelle Getränk aus der Zeit nach Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges, als die Soldaten beim Feiern mit Rum, Limonade und Limettensaft auf die „Befreiung“ Cubas. Eigentlich war es auch eine Unterwerfung Cubas durch die USA, jedoch ist es auch vor dem damaligen geschichtlichen Hintergrund in der heutigen Zeit auch nicht mehr die Grundlage, um diesen Cocktail zu genießen.


Cuba Libre

  • 6cl Havana Club 3 Anos (weisser Rum)
  • 1 Limette
  • Coca Cola

Einfach und schnell wird die Limette geachtelt und leicht im Glas zerstoßen. Nachdem ganze Eiswürfeln in das Glas gefüllt worden sind, gießt man den Rum ohne weiteren aufwand darüber und füllt mit der Cola bis zum Rand auf. Fertig ist ein weiteres perfektes Erfrischungsgetränk für heiße Sommernächte!

So einfach geht das, so schnell macht man sich Freude mit einem Cocktail! Einige Zeitgenossen schwören dabei auf entweder auf Limettensaftkonzentrat oder den Limejuice, doch die Frische wird nur durch echte Limetten erreicht. Ebenfalls gibt es Menschen mit einer Vorliebe für Bacardi oder sonstigen Rum, jedoch ist das niemals der echte Cuba Libre, der nur mit kubanischem Rum angeboten werden darf (und sollte).

Unsere Bewertung
(9 von 10)

Weintest: Torre Virada (2004)

Der Wein „Torre Virada“ stammt aus der Region um Valencia. Mit 12,5 Promille erweist er sich als recht starker Wein, in keinsterweise als wässrig bezeichnen kann. Geschmacklich erinnert er leicht an Kirsche. Wir haben ihn an diesem Abend mit Pasta genossen, lässt sich aber laut Etikett mit Fleisch trinken. Geruchlich steigt einem ein leicht säuerlicher Geruch in die Nase. Auf der Zunge schmeckt er trocken, aber nicht zu trocken – genau richtig. Desweiteren zergeht er förmlich auf der Zunge: man tinkt ihn, hat einen angenehmen Geschmack auf der Zunge bevor dieser langsam verfliegt.

Mein Fazit: Ein guter Wein in einer humanen Preisklasse, den man sich ruhig mal gönnen kann.

Jahrgang: 2004 (Vino Tinto Joven)
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Bezugsquelle: Citti
Preis: 2,99 €

Unsere Bewertung
(8 von 10)

Tropic Star

Wieso sollte man an einem heißen Abend nicht auch etwas heißes, aber dennoch erfrischendes zu sich nehmen? Klar kann man das mit den Klassikern wie einem Long Island machen, einen Gassenhauer wie den Destillator, oder aber wir können auch ganz anders in unserer Cocktailschmiede. Deshalb gibt es passend zu dem guten alten Tropical Fever mal einen echten Stern am Himmel.


Tropic Star

  • 2cl Passoa
  • 4cl Rum (weiss)
  • 2cl Rum (dunkel)
  • 4cl Ananassaft
  • 2cl Orangensaft
  • Saft 1/2 Limette
  • Grenadine

Sämtliche Zutaten werden auf einfachste Art zusammen mit Crushed Ice im Cocktailshaker geschüttelt. Der Inhalt des Shakers wird dann über ein mit Crushed Ice gefülltes Glas gegeben und mit einer Cocktailkirsche und einer Limettenscheibe garniert. Für eine Eigenkreation war dies ein voller erfolg.

Wer mag, darf gerne den Orangensaft mit Maracujasaft ersetzen – wir hatten nur keinen mehr vorrätig gehabt in dem Moment! Der Genuss war durchaus uinglaublich fruchtig und erfrischend, sowie nicht zu süß oder zu sauer, sondern genau richtig. Letzten Samstag jedenfalls hatten wir damit den Abend begossen und einen langen unterhaltsamen Austausch von Cocktail-Ideen gestartet… sehr inspirierend also!

Unsere Bewertung
(9 von 10)




Was ist Lounge Mix?

loungemix.de ist das virtuelle Projekt von ein paar Freunden, die als selbsternanntes Experten-Team an der hauseigenen Bar aktiv heimisch geworden sind.

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Leser Kommentieren

  • Bert V. Burton in Rosecreek Cabernet Sauvignon:
    jo, warum nehmens des thema so oag durch? sie habn sonst nix zu...
  • Sherry Dyer in Tequila Sunrise:
    Vorzugsweise fängt man mit dem Bier trinken in jungen Jahren an. Ein noch gesundes...
  • Peter in White Russian:
    @ h34d Sehr guter Beitrag, so sehe ich das auch, entweder Sahne, oder Milch. Ich persönlich...
  • serenity in Mojito:
    Der Mojito ist wohl der beste Cocktail, aber bei der Zubereitung dreht sich jedem Cubaner der...
  • K. Müller in Cobra:
    Naja, also die Beschriftung Flasche sieht auf den ersten Blick jetzt nicht so ansprechend aus....
  • Edith in Mai Tai:
    Das mit der Limettenschale ist wirklich schick. Mit diesem optischen Genuss schmeckts gleich nochmal...
  • nico haupt in Cobra:
    hmm, ich trinke es immer beim taiwaner meines vertrauens. würde es aber nicht dort trinken, wenn...
  • Karin in Castillo De Liria:
    Danke für den Tipp, ich bin ehrlich gesagt erst vor 5 Monaten auf den geschmack von Wein...
  • H.K. in Tequila Sunrise:
    Bin eigentlich kein Cocktail Fan trinke lieber Wein, aber nichts geht über einen Tequila...
  • Simon in Tequila Sunrise:
    Hallo, also einen Tequila Sunrise ohne Zitronensaft grenzt an Respektlosigkeit vor einem...

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