Blanchet: Blanc de Blancs

Weil wir heute unsere persönliche Spargelsaison eröffnet haben, gab es entsprechenderweise auch einen passenden Weißwein dazu: den Blanchet Blanc de Blancs. Schon der erste Schluck eröffnet ein geschmacklich interessantes Bukett.

Der Wein ist angenehm fruchtig und spritzig. Gut gekühlt eignet er sich sicherlich ebenso für die eine oder andere warme Sommernacht. Der Wein rundete aber auch unser Abendmahl mit Spargel, Sauce Hollandaise, Lachs bzw. Schinken ab. Vom Gerucht her riecht der Wein so, wie er im Prinzip schmeckt: wundervoll fruchtig, leicht und trocken. Das macht es umso angenehmer ihn zu tinken.

Preislich schlägt der Wein mit 2,49 bis 2,99 Euro zu Buche, was ein fairer Preis für so einen angenehmen leichten Weisswein ist. Aber ein gutes Preis-Leistungsverhältnis kann man bei Blanchet mittlerweile vorraussetzen.

Unsere Bewertung
(7 von 10)

Tequila Sunrise

Es ist ein wenig still im Lounge Mix geworden, doch in der nächsten Woche kommt Katharina wieder um mich bei der Arbeit zu utnerstützen. Welch illustre Vorfreude doch aufkeimt! Dazu passend widme ich Katharina diesen fruchtige Cocktail, mit dem man immer wieder einen langen Abend begießen und genießen kann.

Cocktails vom JanuarTequila Sunrise

  • 8cl Tequila
  • 1cl Grenadine
  • Orangensaft

Für die Zubereitung sollte (sofern zur Hand) ein Highball-Glas genommen werden. Dieses wird bis zur Hälfte mit Eiswürfeln gefüllt, auf die der Tequila gegeben wird. Es ist eigentlich unnötig zu erwähnen, dass kein goldener oder brauner, sondern der weiße Tequila für diesen Cocktail genutzt werden sollte. Das Glas wird nun bis zum guten Augenmaß mit Orangensaft aufgefüllt. Jetzt kommt die Kür, indem man einen Barlöffel mit der Wölbung nach oben über das Glas legt, versucht einen Eiswürfel mit der Spitze zu berühren, und darüber den Grenadine vorsichtig in das Glas fließen lässt – Fertig! Die Garnierung mit einer Orangenscheibe ist natürlich ein wahrer Blickfang.

Besonders schön kommt der Sunrise der Zunge zu gute, wenn ein herber Hauch des Tequilas auf der Zunge brennt, und eher weniger der Orangensaft den Geschmack dominiert. Aber Vorsicht – Tequila hat es immer in sich! Durchaus ist also die herbe Geschmacksnote je nach Verwendung des Tequila gewünscht. Und man sollte sich aber nicht für dumm verkaufen lassen, wenn man Tequlia mit Wurm kauft. Das ist nur eine allgemeine Veralberung von so einigen Touristen, die wirklich den Wurm aus der Flasche auch noch trinken. Also: Das macht man nicht!

Unsere Bewertung
(8 von 10)

Conelly Cocktails: #1 Mai Tai

Dieses Mal präsentieren wir nach einer langen Abstinenz ein Produkt-Review von niemandem sonst als Conelly Cocktails. Der erste Review dreht sich um den Mai Tai, den wir ja schon zuvor mit unserem Freund Oke gemeinsam getestet und weiterentwickelt hatten.

Der Conelly Mai Tai ist ein wenig anders als unser Mai Tai Geheimrezept basierend auf direkt zusammen und vor allem per Hand gemischten Zutaten. Wichtig ist hierbei jedoch, dass der Mai Tai aus der Dose einen leichten Mandelgeschmack gegenüber vielen anderen Barkeeper-Mischungen besitzt. Dies ist ein unschlagbares Merkmal für geschmackliche Güte, was sich durchaus positiv auswirken darf. Bei dieser Mai Tai Version prägt der Geschmack von Ananassaft sehr stark den Gaumengenuß, so dass ein leicht tropisches Ambiente auf der Zunge auftaucht. Ursprünglich ist es irritierend, wenn man einen süßen, wohligen Mai Tai auf der Zunge zergehen lässt. Ob man diese fruchtige Variante nun bevorzugt ist wirklich eine Geschmackssache, aber hier bei Lounge Mix bevorzugen wir halt eher ein Rezept, dass sich an der puren, reinen Mentalität der Mai Tai Mixkunst orientiert.

Fazit: Für einen “Pre-Mix” ist der Conelly Mai Tai sehr gut – wenn man weiß, was man möchte, ist man hierbei sicher zufrieden, ohne dass man eine komplette mit mindestens 50 Flaschen ausgestattete Bar vorfinden muss. Wer mehr erwartet, darf sich auf eine recht individuelle, oftmals in das Portemonaie tiefgreifende aber dabei liebevoll ausgestattete Barausrüstung einlassen und dort das Geld investieren. Interessant ist das dosierte Verhältnis von Alkohol und “Saftmix” – für diese Mischung passt es ideal. Ein eigenes Gebräu lässt dabei im Vergleich den privaten Hausbarkeeper eher in die Meisterklasse aufsteigen.

Unsere Bewertung
(05 von 10)

Cobra

Ein weiteres ausländisches Bier – diesmal aus Indien. Bei 11 gewonnen Goldmedaillen für “The most in the world for beer at monde selection 2005″ (so steht es auf der Flasche), verspricht dieses Bier ja schon einiges. Vom Geschmack her ist es realtiv weich, so wie die Aufschrift “Extra Smooth” es verspricht. Wenn ich mir jetzt dazu vorstelle, dass ich ein nettes Curry-Gericht esse, dann würde dieses Bier optimal dazu passen. Beim genauen Schmecken stellt man einen leichten Malz-Geschmack fest, wobei nur geringe Mengen Malz enthalten sind. Der Kohlensäure-Gehalt hält sich in Grenzen und nimmt meiner Ansicht nach mit sinkender Menge ab, was aber so gewollt scheint, da auf der Flasche steht: “…Cobra – the less gassy bottled beer.”

Das Bier enthält 5.0 Vol.% und ist mit Reis gebraut. Dies ist aus deutscher Sicht mal etwas anderes – wie es sich mit anderen indischen Bieren verhält kann ich im moment nicht beurteilen, aber die Vermutung liegt nahe, dass dies nicht das einzige Bier darstellt, welches mit Reis gebraut wird.

Castillo De Liria

Heute genieße ich einen Castillo De Liria aus dem Jahre 2005. Die in diesem Wein verwendeten Trauben sind Bobal und Shiraz. Der Geruch ist angenehm fruchtig und lecker, ebenso hebt sich der Geschmack mit einer fruchtigen Note sehr positiv von anderen Weinen ab. Bitterstoffe oder Säure fehlen bei der Verkostung gänzlich. Für einen Rotwein aus der Region Valencia ist er also trotz der 12,5% vol. angenehm leicht. Im Prinzip kann ich mich damit den ganzen Abend zufüllen und schwebe dann nahe der Wolke Sieben, wobei es mich eher an die griechischen Ideale eines Bacchus erinnert: Locker, leicht und ausgeglichen. Natürlich übertreiben wir es an dieser Stelle nicht!

Farblich gesehen sticht ein schönes helles Rot hervor, das auch im Licht seine dunklen Adern aufzeigt. Wässrig oder fade ist er definitiv nicht – aber das “intensive Kirschrot”, mit dem auf der Rückseite geprahlt wird, ist vielmehr ein schönes Rot. Und je mehr man davon trinkt, desto besser wird der Geschmack. Reichhaltiger, fruchtiger, erfrischender – fast als tränke man ein feines Tafelwasser zur Kühlung der Kehle. Dieser spanische Wein ist also sehr empfehlenswert, zumal das Preis-Leistungs-Verhältnis mit 1,35 Euro einen unglaublich guten Genuß verspricht. Besonders geeignet ist dieser Tropfen für Picknicken oder das Grillen unter freiem Himmel.

Unsere Bewertung
(8 von 10)

Biertest: Mahou

Das Mahou ist eines der mitunter am weitesten verbreiteten Biere in Spanien. Man findet es zumindest in Alicante fast überall in jeder Bar, jedem Bistro und Restaurant. Es geht unglaublich leicht die Kehle herunter, hat nahezu keinen Bitterstoff, der die Zunge reizen würde. Im Glas befindet sich eine zarte Krone über dem goldgelblichen Gerstensaft, so dass der leicht herbe Geschmack besonders im Glas und nicht in der Flasche am Hals hervortritt.

Meiner Meinung nach ist es für den absolut günstigen Preis der Renner des spanischen Sommers, aber was will man sonst als Tourist auch machen? Für durchschnittlich 1,60 Euro in der Lokalität oder für 99 Cent in der 1 Liter Flasche, aus der das Bier immer noch stattlich schmeckt, ist man mit einfachen Mitteln dabei, einen schönen Abend oder Nachmittag zu gestalten. Von der Brauerei Grupo Mahou San Miguel werden noch einige andere Biere hergestellt, die man bestimmt schon einmal des öfteren auch in Deutschland als Exportschlager gesehen hat. Na dann erstmal Prost! ;)

Unsere Bewertung
(8 von 10)

Rosecreek Cabernet Sauvignon

Im stillen Gedenken an Steve “Crocodile Hunter” Irwin habe ich mir dieses Mal einen Wein aus Down Under ausgesucht. Einen Cabernet Sauvignon aus Südost-Australien, Jahrgang 2003.

Das Öffnen der Flasche war bereits eine Offenbarung, da der Korken sich aufgrund falscher Lagerung spontan in seine Bestandteile auflöste. Aber da ich mich durch ein wenig Kork im Gesöff nicht abschrecken lasse, habe ich sodann gleich mit der Geruchsprobe fortgefahren. Süß, kräftig, schwefelig, viel versprechend. Dann natürlich die Geschmacksprobe. Hier dann die Überraschung: nix trocken, nix typisch Cabernet Sauvignon, lieblich, fast süßlich!

In Erwartung etwas völlig Anderem natürlich zunächst die Enttäuschung. Also alles auf null und ohne Erwartung Testtrinken. Nach ein paar Schlucken schmeckt er wieder trocken, mit milder Säure, aber einem schwefeligen Geschmack. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es der Tatsache zu verdanken habe, dass ich vorher nicht viel gegessen habe (also kaum Grundlage), oder ob der Wein selbst dafür sorgt, aber: Der schießt einem in die Birne!

Meine abschließende Beurteilung: Faszinierend (Grüße an Mr. Spock). Ich weis nicht genau, was ich aus diesem Wein machen soll, da er sich sehr unterschiedlich präsentiert. Grundsätzlich: Sehr lieblich im ersten Augenblick, trocken im Abgang mit einem gewissen Schwefelgeschmack. Nicht wirklich kategorisierbar. Da ich unentschlossen in meinem Urteil bin, würde ich sagen: Einfach ausprobieren

Ich nehme jetzt noch einen kräftigen Schluck und trinke auf Steve Irwin mit einem letzten Toast: Farewell, Mate!

Oke sagt: Weis nich, selber probieren, aber macht glücklich (hick!).

Jahrgang: 2003
Alkoholgehalt: 13%
Bezugsquelle: Lidl
Preis: 2,99 €

Unsere Bewertung
(6 von 10)

Sant Llach

Dieser spanische Rotwein gestaltet sich als eine Kombination aus den Trauben Tempranillo und Merlot. Der Jahrgang ist leider nicht drauf vermerkt, aber es handelt sich hierbei vermutlich um einen jungen Wein aus dem Jahr 2006. Der Wein enthält 12% Vol.

Schon beim Öffnen der Flasche steigt einem ein leicht übel riechender Geruch in die Nase, wodurch der erste Schluck einem gar nicht so einfach fällt. Schließlich haben wir uns doch überwunden dazu und mussten auch geschmacklich feststellen, dass der Geruch doch schon so einiges über den Geschmack verrät. Selbst nach dem der Wein kräftig geatmet hat bliebt dieser leicht moderige, dem Ekel nahkommende Geschmack erhalten.

Das Fazit lautet hierfür somit: Es ist kein Wein, den man ein zweites Mal kaufen würde. Der Preis war zwar auch hier unschlagbar niedrig, welcher mit ca. 1,50 Euro zu Buche schlägt, aber selbst für dieses kleine Geld kann man in Spanien einen besseren Wein erstehen. Wer diesen Wein trotzdem mal in die Hände bekommt und ihn selber testen möchte, der kann das gerne tun, jedoch raten wir davon ab.

Unsere Bewertung
(1 von 10)

Viña Espolon (Rioja)

Dieser spanische Rotwein ist ein 2003er Jahrgang. Vom Geschmack her erweist sich dieser Wein als recht fruchtig und hat einen sehr kräftigen Geschmack. Doch nach einem Glas des Weines gewöhnt man sich sehr schnell an den Geschmack, vor allem, wenn man noch eine nette Kleinigkeit nebenbei verzehren kann. Insgesamt war der Wein wohlschmeckend und reichhaltig im Geschmack. Nach einer Flasche zu zweit hat man auch genug getrunken – und man weiß somit, wann es Zeit wird aufzuhören und lieber schlafen zu gehen – oder was auch immer man anschließend vorhat.

Den Wein haben wir in einem Carréfour-Supermarkt in San Vicente nahe Alicante zu einem absolut günstigen Preis erstanden (ca. 1,60 Euro). Er wird daher vermutlich nicht überall erhältlich sein, aber bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis kann man gerne mal die Augen aufhalten danach, zumal es ja nicht immer der teuerste Wein sein muss. Ob der Wein in Deutschland erhältlich ist, muss natürlich ausprobiert werden. Da es ein Rioja ist, wird sowieso ein allgemeiner Preisaufschlag verhangen worden sein, so dass der deutsche Preis sich bei mindestens 5 Euro einpendeln wird.

Unsere Bewertung
(7 von 10)

White Russian

Spätestens seit dem Hollywood Blockbuster „Big Lebowski“ kennt man dieses Kultgetränk, welches in den unterschiedlichsten Varianten in den Bars angeboten wird. Einmal bekommt man den White Russian im Whiskeyglas serviert, das andere Mal im Caipirinha-Glas, und wieder andere nutzen ein Highballglas, um den Cocktail an die Kundschaft zu bringen. Wir setzen mit unserer einfachen (aber „oh-ho!“) Variante auf das Caipi-Glas, aber schaut selbst!

White Russian

  • 6cl Absolut Vodka
  • 4cl Kahlúa
  • Sahne

Das Glas wird zuerst mit Crushed Ice bis zum oberen Rand gefüllt. Darauf wird dann der Vodka und der Kahlúa gegossen, so dass eine schwarze Mischung im unteren Bereich, vielleicht sogar bis zur Hälfte des Glases entsteht. Danach wird ein geschlossener Becher Sahne genommen und in der Hand einige Male geschüttelt, so dass sich die Sahne ein wenig verdickt, bevor sie nun bis nahe an den Rand des Glases vorsichtig über das Vodka-Kahlúa-Gemisch geschüttet wird.

In einigen Bars oder Restaurants wird der White Russian mit Milch ganz getreu nach dem Serviervorschlag „Big Lebowski“ zubereitet, wahlweise erhält man auch geschlagene Sahne als Haube auf den Cocktail. Doch unserer Meinung nach ist diese Variante ein weniger intensives Geschmackserlebnis als unser Rezept bietet. Die Sahne ist ein reiner Fettträger, das Fett trägt Geschmack, und wer darauf sogar noch mit fettarmer Milch verzichtet, beraubt sich allem, was den White Russian ausmacht.

Unsere Bewertung
(8 von 10)

Ganz nebenbei fragten wir uns auch, warum einige Zeitgenossen das Wort “Kahlúa” lieber wie “Kaluha” schreiben… das jedenfalls ist nicht der Likör, den wir hier verwenden ;)




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